Trujillo – Die heimliche Kulturhauptstadt in Nordperu

Die Reise nach Nordperu beginnt für mich mit einem kurzen Flug von Lima nach Trujillo. Welche aber bisher von den Touristenmassen noch nicht entdeckt wurde. Nach Ankunft am kleinen Flughafen von Trujillo geht es zuerst in die 8 km entfernte Innenstadt in mein Hotel. Der Nachmittag ist für eine kleine City Tour vorgesehen, schnell wird klar, dass hier noch das typische peruanische Leben herrscht. Nicht wie zum Beispiel in Arequipa oder Cusco, fehlen hier die hundert verschiedenen Souvenirläden und Reiseagenturen. Dennoch gehört Trujillo zu einer der schönsten Städten Perus, da die Innenstand, besonders der zentrale Platz „Plaza de Armas“, in dem ursprünglichen Kolonialstil erbaut wurde und grösstenteils in einem sehr guten Zustand ist. Neben den gut erhaltenden Kolonialhäusern und Kirchen findet man natürlich auch die in Peru typischen Märkte, wo man alles finden kann, was das Herz begehrt; von Früchten, Lebensmittel und Kleider bis technischen Gegenständen.

Zu Besuch beim Weltkulturerbe Chan Chan

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Historie der Gegend in Nordperu. Nach einer kurzen Fahrt vom Zentrum an den Stadtrand erreicht man die Ausgrabungsstädte Chan Chan, welche die grösste archäologische Städte im ganzen Kontinent ist und ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Chan Chan diente als Hauptstadt der Chimú Zivilisation, die von ca. 850 v. Chr. bis 1470 erblühte. Die Lehmstadt erstreckt sich heute über eine Fläche von etwa 28 km² , in ihrer Blütezeit lebten dort um die 100000 Leute. Heute ist zwar nur ein kleiner Teil für die Öffentlichkeit zugänglich, aber dieser hat viel zu bieten, mein Highlight sind die detaillierten Fresken und Verzierungen der Wände, welche das künstlerische Potential dieser Kultur wunderbar zeigt.

Chicama – Das Surferparadise

Der dritte Tag beginnt zuerst mit einer 1 1/2 stündigen Fahrt in das 90km nördlich gelegene Chicama. Den Surfbegeisterten unter euch wird dieser Name vermutlich ein Begriff sein, den Chicama gilt als der beste Surfspot Perus. Gerade um Ostern kommen Surfer aus aller Welt hierher um die besonders guten Windverhältnisse und die längsten Wellen der Welt zu nutzen. In die Geschichtsbücher ging dieser Ort ein, da hier die längste am Stück gesurfte Welle gesurft wurde, welche stolze 2,2km betrug. Die folgende drei Tage werde ich hier verbringen und neben surfen, den langgezogenen Sandstrand geniessen. Durch die Lage an der Küste findet man hier ganzjährig warme Temperaturen und fast wolkenfreier Himmel. Dieser Ort ist perfekt abseits der Touristenmassen zu entspannen oder sich den Surfsport zu widmen.

Huaraz – Das „Mekka für Trekker“

Am sechsten Tag geht es morgens relativ früh zurück nach Trujillo, wo es mit dem Bus in das acht Stunden entfernte Huaraz in den Anden geht. Nachdem ich mich die ersten fünf Tage auf Meereshöhe aufgehalten habe, geht es nun auf 3000m Höhe. Huaraz liegt in Mitten der traumhaften Bergwelt der Cordillera Blanca. In dieser Region befinden sich hunderte von Gletscher und eine Vielzahl von 6000er, ebenso der höchste Berg Perus, der Huascaran. Mein Lieblingsbeschreibung der Region ist „Mekka für Trekker“, die Trekking Metropole ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Tages- und Mehrtagestouren. In dieser Gegend befinden sich hunderte von Bilderbuch Lagunen in türkisblauem Wasser, welche in einer atemberaubenden Umgebung liegen. Für die nächsten Tage habe ich mehrer Ausflüge zu spektakulären Orte des Huarascan Nationalparks geplant.

Laguna Peron – Ein türkisblaues Wasser zum verlieben

Heute steht mein erster Ausflug an, Ziel des heutigen Tages ist die Laguna Peron, welcher der grösste See des Nationalparks ist. Die Tagestour habe ich bewusst auf den ersten Tag gelegt, da dieser auf „nur“ 4100m liegt und die Fahrt bis fast direkt vor der Lagune geht. Damit ist es perfekt sich an die Höhe zu akklimatisieren. Die Lagune liegt in einer spektakulären Bergwelt und ermöglicht perfekte Aussichten auf das türkisblaue Wasser.

Gletscher Pastouri – wilde Schönheit auf 5000m

Der zweite Tag in Huaraz, mit der zweiten Tour, geht zum Gletscher Pastoruri. Damit das Kontrast Programm von dem gestrigen Tag. Der Gletscher, welcher auf knapp über 5000m liegt, besticht durch seine wilde Schönheit, man kann bis fast direkt davor laufen, wo sich dann eine grosse massive Schneewand vor einem aufbaut, ein tolles Gefühl. Auch hier hält sich die Anstrengung, trotz der extremen Höhe in Grenzen, da es nur eine kurze 30min Wanderung ist, um zu dem Gletscher zu gelangen.

Laguna 69 – eine Wanderung, die seinesgleichen sucht

Die dritte Tour im Nationalpark geht zur Laguna 69, die auf 4600m liegt und von Schönheit kaum zu überbieten ist. Diese Tour mache ich erst heute, da man durch die Tage davor sich mit der Höhe ein bisschen besser akklimatisieren konnte. Denn bis man zu der Lagune gelangt, steht eine 7km lange Wanderung von 4000m auf 4600m an. Gerade der letzte Kilometer fordert nochmal alles aus dem Körper heraus. Aber nicht nur die wundervolle Lagune am Ende lohnt die Anstrengungen, sondern auch die drei stündige Wanderung lässt sich am besten mit einem einzigen Wort beschreiben: spektakulär.

Entspannung auf über 3000m und Rückfahrt nach Lima

Der zehnte Tag meiner Reise durch Nordperu verbringe ich ebenfalls noch in Huaraz, bevor es morgen mit dem Bus zurück nach Lima geht. Doch heute steht die Erholung im Vordergrund. Dazu hat man mehrere Optionen, zum einen sind in der Nähe thermale Quellen, die man besuchen kann, zum anderen kann man sich einfach durch die Stadt treiben lassen, den regionalen Markt besuchen oder einfach die Aussicht auf die umliegenden Berge geniessen. Ich habe mich für die zweite Option entschieden, um noch ein bisschen in das typische peruanische Leben eintauchen zu können.

Der letzte Tag meiner Reise im Nordperu ist nur noch für die acht stündige Busfahrt von Huaraz nach Lima vorgesehen. Die Fahrt beginnt auf 3000m Höhe und schlängelt sich durch Bergwelt der Anden zurück an die Küste, wo einem wieder die trockene Wüste erwartet. Man sieht so innerhalb wenigen Stunden zwei komplett verschiedene Landschaftstypen, einfach nur spektakulär dieses Land!

Kontakt

Solltest du an weiteren Tipps oder Touren für Nordperu interessiert sein, dann melde dich jederzeit gerne bei uns. Hier aufgeführt findest du einige Tours in Peru und Arequipa, jedoch haben wir noch viele mehr im Angebot! Bei Interesse kannst du dich gerne mit uns in Verbindung setzen: info@viajando.ch, wir freuen uns!